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Himmel auf Erden

Regionalpresse Münster: 26. Mai 2001
 
Auf Lauheide gibt es eine Gedenkstätte für tot geborene Kinder

 "Ein Stück Himmel auf Erden"

-chy- Münster. Hohes Gras wächst rings um die Gedenkstätte. Am steinigen Sockel des Denkmals liegt ein Strauß weißer und gelber Rosen - die Skulptur ist noch mit einem Tuch bedeckt. Erst am Nachmittag ist es soweit: Initiatorin Friederike Rosenfeld und Künstler Laurenz Kirchner enthüllen die längliche Figur aus Sandstein und Bronze. ”Den tot geborenen Kindern” steht in der Mitte der Säule.

”Wie betäubt, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen”, hatte sich Friederike Rosenfeld gefühlt, als sie im fünften Monat ihrer Schwangerschaft ihre Tochter verlor. ”Ein Jahr nach Regines Tod beschloss ich, Ansprechpartnerin für meine Schicksalsgefährtinnen zu werden und gründete die Kontaktstelle Sternschnuppe”, erklärte Friederike Rosenfeld bei der Einweihungsfeier auf dem Waldfriedhof Lauheide. Pro Jahr würden in Deutschland bis zu 4000 Babys tot geboren. ”All die Mütter und Väter müssen lernen, mit ihrer Trauer und Sehnsucht umzugehen”, betonte sie. Vielen Betroffenen fehle ein Platz, an dem sie ihrer toten, nicht beerdigten Kinder gedenken können.

Mit der Gedenkstätte gibt es nun diesen Ort, zu dem Betroffene ihre Trauer tragen können. ”Am Tag Christi Himmelfahrt weihen wir heute ein Stück Himmel auf Erden ein”, freute sich der Wolbecker Pfarrer Stephan Kreutz.

”Etwas Rundes und Weiches” hatte sich Friederike Rosenfeld als Skulptur gewünscht, als sie im Oktober den Bildhauer Lorenz Kirchner besuchte. ”Bis auf eine einzige Gedenkstätte in Hamburg gibt es keine weiteren kunsthistorischen Anhaltspunkte. Mit diesem Denkmal haben wir uns auf Neuland begeben”, betonte Kirchner.

Er entschied sich dafür, in einer bronzenen Halbkugel als Andeutung auf den Mutterleib ein Embryonenbild einzuarbeiten. Am Sockel der Gedenkstätte liegen drei metallene Blätter. ”Damit wollen wir darauf hinweisen, dass das Leben vergänglich ist”, sagte der Künstler.



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